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Fazit und Statistik
Mord und Totschlag, Schießereien und Verfolgungsjagden – das ist bestimmt nicht für alle etwas. Von brutalen Gewaltszenen wird kein Actionfilm verschont, ist also nicht wirklich geeignet für schwache Nerven.
Beliebtheit anhand von Statistik
Folgende Statistik von Statista zeigt, dass das Actiongenre, zumindest unter Serien, trotzdem das zweit beliebteste nach Comedy ist. Tatsache ist auch, dass sich das Genre größtenteils bei Männern beliebt macht. Das hat laut dem Magazin Spiegel auch das Forscherteam von Oliver Schultheiss von der University of Michigan in Ann Arbour herausgefu
nden, indem sie den Hormonspiegel von Männern und Frauen beim Ansehen eines Actionfilms maßen. Bei Männern stieg der Testosteronspiegel um ganze 30 Prozent an, das Gefühl von Dominanz stieg, während das Bedürfnis nach Zuneigung sank.
Hintergrund
Grund dafür war eine lange Zeit die klischeehafte Einteilung der Geschlechterrollen, laut ihr folgen Frauen dem Vorbild der zärtlichen Mutter und Männer der Rolle des zähen Vaters. Dennoch ist diese Ansichtsweise veraltert, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Filme wie Terminator oder Tigerkralle mit Bruce Lee eher als „Männerfilme“ bezeichnet werden . Das liegt womöglich daran, dass die Hauptrollen in Actionfilmen meistens von Männern gespielt werden und die Idee eines souveränen und furchtlosen Kämpfers ein Gefühlserlebnis an Stärke, Dominanz und physischer Überlegenheit auslöst.
Moderne Actionfilme
Die Idee ist gleich geblieben – ein männlicher oder weiblicher Charakter, top ausgestattet und souverän ausgebildet, im Kampf gegen das Böse oder auch gegen das System. Aus Schwertern wurden hochentwickelte Waffen, aus Pferden schnelle Sportwagen, dennoch finden zahlreiche Kämpfe in meist historisch bedeutsamen Locations statt. Beliebt machten sich Nachstellungen terroristischer Angriffe, in denen natürlich die Zuschauerschaft einen Helden sucht – und den liefert uns Hollywood auch.
Furchtlosigkeit ist wohl noch ein zu geringer Begriff, um zu beschreiben, wie sich Darsteller verhalten. Wilde Schießereien werden ohne Kratzer überstanden, Sprünge aus undenkbaren Höhen ohne zu Zögern absolviert und falls doch einmal eine Verwundung stattfindet, so ist diese in Windeseile versorgt, auf
dass unsere Figur darauf an Stärke gewinnt.
Zahlen sprechen Bände, den Regisseuren kann keiner was anhaben. Moderne Filme wie „John Wick“ (2014-2017), der laut Rolling Stone Magazin zu den besten Actionfilme zählt oder „Jason Bourne“ (2002-2012) lockten Massen von abenteuerlustigen Zusehern in die Kinosäle, obwohl doch die Handlung sich im tiefsten Grunde immer um das gleiche dreht: eine One-Man-Army auf der Suche nach Gerechtigkeit. Nun so einfach kann man dieses Genre wohl aber doch nicht abstempeln und dafür geben sich Regisseure auch eine wohl anzuerkennende Mühe. Die Stunts und Kämpfe wurden beeindruckender, die visuellen Effekte schärfer und qualitativer.
Der Actionfilm im Überblick

Wir kennen sie alle. Sie sind laut, fesselnd und lassen das Adrenalin durch unsere Adern pumpen. Von Klassikern wie Indianer Jones bis James Bond, sogar die ersten Stummfilme hatten hitzige Kampfszenen und machten sich schon vor Generationen beim Publikum beliebt. Was hat es also mit diesem erfolgreichem Filmgenre auf sich?
Entwicklung des Actiongenres
Als Genre wurde der Begriff „Action“ erst in den 1960er Jahren erschaffen, existierte in seiner Erscheinung jedoch schon seit dem Anfang der Filmgeschichte. Er hat seinen Ursprung im amerikanischen Urmythos, dem Western, ausgestattet mit Indianern und Cowboys. Die Idee ist gleich geblieben, die Inszenierung von explizierter Gewaltanwendung und Kampfszenen war von Anfang an der Grundstein des Genres. Aus Kutschen wurden später schnelle Sportwagen, aus Cowboys wurden Gangster.
Mit der Zeit hat sich der Begriff „Actionfilm“ auch weit über die Klassiker in verschiedene Subgenres entwickelt, wie die New York Film Akademie auf ihrer Webseite veranschaulicht.
Charakteristik eines Actionfilms
Flucht, Verfolgungsjagden und Explosionen sind ein Basic des typischen Actionfilms, machen ihn jedoch noch nicht filmreif. Mit der Zeit ist man darauf gekommen, dass Handlung und Action Hand in Hand gehen müssen, um ein gutes Produkt zu liefern. Trotzdem ist das Actiongenre in den meisten Fällen für seine minimale Handlung bekannt. Ein guter Actionfilm zeichnet sich beispielsweise durch verschiedene Gegner, emotionalen Einblick in Hintergrund und Geschichte des Hauptcharakters und abwechslungsreicher Balance zwischen sowohl
physischer als auch psychischer Gewalt aus. Der Zuschauer möchte nicht nur sehen wie Gegner ausgeschaltet werden, sondern wie selbst der zu Gewalt fähige Hauptcharakter nach einem harten Tag mit seinem Hund im Arm gemeinsam im Bett einschläft. Das bietet dem Zuschauer einen Einblick in die emotionale Gefühlswelt des Darstellers und baut Empathie und Verständnis auf.
Individualität der Hauptfigur
Sie sind hart, unzerbrechlich und willensstark. Doch das ist nicht alles, was sie sein sollten. So sollte der Held eine bestimmte Individualität aber auch einen einzigartigen Kampfstil mit sich bringen. Wie zum Beispiel eine emotionale Vorgeschichte, die seine Taten und Motive erklärt, menschliche Schwächen oder auch eine etwas schräge Eigenschaft, die seine Figur manifestiert. Sie sollten auf jeden Fall Profis sein in dem was sie tun, aber dennoch einige Verluste einstecken können. Sei es ob sie den 8 Meter tiefen Sturz mit unerklärlichem Glück überleben oder mit einer Kugel im Bein noch laufen.
Kampfszenen und ausschlaggebendes Finale
Durch präzise Kampfszenen und geschickte Kameraführung in meistens außergewöhnlichen Kulissen sollte der Film belebt werden und keine abschweifenden und überflüssigen Details beinhalten. So sollte eine beeindruckende Location nicht vom Kampf ablenken sondern mit ihm im Einklang stehen. Egal ob mit Fäusten, Waffen oder Messern gekämpft wird, der Held sollte seinen individuellen Stil beibehalten, darf aber dadurch nicht unsterblich wirken.
Am Ende sollten Handlung und Konflikt in das große Finale überleiten. Dieses sollte außerdem immer mit einem endgültigen und physischen Duell gegen das „Böse“ ausgetragen werden.
Subgenres des Actionfilms

Wie bei den meisten anderen Genres haben sich mit der Zeit auch aus dem Actionfilm Untergattungen entwickelt. Sie entsprangen durch die Kombination mit anderen Filmrichtungen und treffen somit eine größere Reichweite an Zuschauern.
Actionkomödie
Der dusselige Cop mit Kampfgeschick und Charme, der weiß, wie jede Situation zu retten ist und dennoch immer Platz für einen kleinen Witz schafft oder auch der Superheld im schrägen Kostüm – auch sie überzeugen mit ihrem unkonventiollem Stil die Mengen. Dabei ist es jedoch äußerst knifflig, die beiden überaus verschiedenen Genres zu einem erfolgreichen Werk zu verknüpfen. Es muss darauf geachtet werden, dass die Hauptfigur oder der Held nicht als zu naiv dargestellt wird um nicht in die Rolle des Losers zu rutschen. Dass diese Art von Actionfilm sich besonders beliebt macht, zeigt Moviepilot auf, wonach die Actionkomödie „Baby Driver“ zum besten Actionfilm des Jahres gekührt wurde.
Action Thriller
Als eines der beliebtesten Genres in der Filmindustrie zählt der Thriller. Die Spannung wird durch eine starke Identifikation mit der Hauptfigur und unvorhersehbarer Handlung erzeugt. Das Ziel ist es, dem Zuseher zu ermöglichen, durch die Augen des Hauptcharakters, der meist als Normalbürger dargestellt wird,
zu sehen und zu fühlen.
Eine Kombination aus Action und Thriller beinhaltet die gewalttätigen Merkmale eines klassischen Actionfilms mit ein bisschen mehr Mystery und Nervenkitzel.
Sci-Fi Action
Zwischenweltliche Kriege, übernatürliche Kräfte, Raumschiffe und fortgeschrittenste Technologie: All das und mehr bietet die Sci-Fi Action. Sie spielt in einer zukünftigen, technisch-wissenschaftlich weit entwickelteren Welt und handelt meist von einem Helden auf Mission oder einem Kampf mit fremden Lebensformen und ist wohl einer der gängigsten Genrekombinationen. Alle die gerne in eine fremde und fiktive Welt mit abgespaceden Kulissen, Kampfgeräten und Kostümen eintauchen, sind mit diesem Subgenre gut versorgt.
Martial Arts
Blut, Schweiß,Tränen: Kein Martial Arts Film wäre erfolgreich ohne diesen Begriffe. Fehlen darf aber auch nicht der unbesiegbare Löwe, ob Bruce Lee, Jackie Chan oder aber auch Muay Thai Legende Tony Yaa. Handlung spielt in diesem Bereich des Aktiongenres wenig Rolle, der Fokus liegt eher auf die Kampfkunst ohne Waffen und unzähligen Fights in denen es heißt: Alles oder Nichts. Furchtlosigkeit, Talent, Willensstärke aber auch jahrelange Erfahrung sind Eigenschaften, durch die sich die Hauptfiguren auszeichnen und denen ist wirklich nichts anzuhaben. In einer Sonderform gibt es auch Western mit Martial Arts Elementen.
Geschichte und Klassiker

Die Existenz von Helden im Kampf gegen das Böse reicht bis in die Antike zurück und ist keineswegs eine Erfindung der Moderne. Schon vor 3000 Jahren erzählte Homer in der Ilias und der Odyssee von Kämpfern oder Halbgöttern wie Achilles, Perseus und Odysseus. Sie sind wohl die Vorläufer moderner Superhelden und, durch ihre Geschichten und Taten, die Gründungsväter des Actions.
Erste Erscheinungen des Actions im Film
In den frühen 1920er Jahren imitierte die Filmindustrie die antiken Sagen mit ihren abenteuerlichen Filmen, bei denen Helden Bösewichte mit Schwertern bekämpften. Die draufgängerischen und furchtlosen Kämpfer dominierten schon damals die Leinwand und die in den 1940- und 50er Jahren entstandenen Kriegs-, Cowboy- und Spionagefilme galten zu den besten Action Werken seinerzeit. Diese waren dem Kulturwandel angepasst und realistischer für die Zuschauerschaft als Schwertkämpfe.
Eine neue Ära
1962 war es soweit: James Bond, der Geheimagent 007, erschaffen von Ian Fleming, erschien zum ersten Mal auf der Leinwand und wurde schnell zur Ikone.
Eine
n Auftakt erlebte die Bond-Reihe 2006 mit Daniel Craig als James Bond, welcher bis heute die Rolle des Agenten spielt.
Die Zeit der Cowboys und Indianer war mit den frühen 1970er Jahren vorbei und zeigte, dass die moderne Welt genauso viel Glanz, Aufregung und Potenzial für Gewalt wie der alte Westen bat. Draufgängerische Detektive und urbane Verbrechen, in Filmen wie z.B. „Dirty Harry“, gestaltet mit den von James Bond inspirierten Autoverfolgungsjagden und Stunts sowohl aber auch Martial Arts Werke, prägten die neue Ära des Actiongenres.
Ab den 80er Jahren überrollte der Actionfilm Hollywood und es entstanden immer mehr Blockbuster. Aufblühende Comedians wie Eddy Murphy in „48 Hours“ erzielten Verkaufs-Rekorde und erbrachten mit der Einbindung von Schauspielern einer anderen Ethnizität eine größere Reichweite an Zuschauern. In einem Interview von Rolling Stone redet Murphy darüber, dass er als erster afroamerikanischer Schauspieler auf einer Kinoleinwand zu sehen ist.
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